Bürgerinitiative gegen das geplante
Industrie- und Gewerbegebiet
Stiddien/Beddingen
Stand 1. Dezember 2017
 
An der Landstraße zwischen Salzgitter-Üfingen und Salzgitter-Steterburg/Thiede soll auf einer Fläche von 3 Millionen Quadratmetern (eineinhalb mal größer als Monaco)
landschaftliche Naturfläche mit den besten Bodenwerten
Deutschlands einem Industriegebiet weichen. Für alle Zeiten
betoniert, soll eine 24 Stunden rund um die Uhr laute tätige
Produktionsstätte entstehen, die von aktivem Schwerlastverkehr aus allen Himmelsrichtungen begleitet wird. Tag für Tag. Um das zu verhindern, benötigen wir Ihre Hilfe.
Das Betrachten der Landkarte der Region Salzgitter Nordost
und Braunschweig Südwest, rund um die sogenannten
Kanaldörfer westlich und östlich des Stichkanals, macht sprachlos.
Sprachlos wegen der Vielzahl von bereits jetzt vorhandenen
industriellen und institutionellen unzumutbaren Gegebenheiten.
Es gibt in Deutschland wohl keine Region, die in der
Beeinträchtigung des Lebensraums und der Lebensqualität ihrer Bewohner mehr eingeschränkt ist. Diese Situation hat die Grenzen des Zumutbaren längst überschritten.

Im Einzelnen:

  • Klärteiche der Salzgitter-AG (keine Badeteiche).
  • Eine Hühnermastanlage und 89.999 Hühnchen (ab 90.000 sind höhere Schornsteine vorgeschrieben).
  • Ein Windpark mit 24 Windkrafträdern.
  • Ein cyanidverseuchter Wall der VW-Industriestraße, der notdüftig abgedeckt das Grundwasser kontaminiert.
  • Eine „geruchsintensive“ Biodieselmühle.
  • Ein Gewerbepark Salzgitter-Beddingen.
  • Der umschlags stärkste Binnenhafen Niedersachsens (in dem geräuschvoll Tag und Nacht be- und entladen wird).
  • Die Kläranlage Salzgitter Nord.
  • Zwei Rastanlagen „Hüttenblick“ an der A 39 für 500 non stop dauerparkende Lkw’s, die die Lenkzeitverordnung mit lauten Heizungen im Winter und Klimaanlagen im Sommer überbrücken.
  • Ein Güterverkehrszentrum.
  • Ein „Übergabebahnhof“ Salzgitter-Beddingen
  • Die Bundesautobahn A39 mit täglich 90.000 Fahrzeugen.
  • Schacht Konrad 1 und Konrad 2 für die Einlagerung radioaktiver Abfälle.
  • Die Volkswagen AG.
  • Die Stahlwerke der Salzgitter AG
  • Ein Kleinflughafen mit Tieffliegern an allen Wochenenden.
Das alles reicht und ist mehr als genug!
Außerdem legen sich bei 300 Tagen Westwind pro Jahr die
Geräusche der A39 - und auch der großen Rastanlagen - wie
eine Wolke auf die tieferliegenden Orte am Kanal. Nachtruhe
bei geöffneten Fenstern, besonders der Schlafzimmerfenster, ist bereits nicht möglich. Einen Lärmschutzwall zwischen Autobahn und den Dörfern in nur 150 Metern Entfernung gibt es natürlich nicht.
  Nun sind gedankenlose Politiker, deren vorgeschriebene
Pflicht der Einsatz für das Gemeinwohl der Menschen ist, mit
behördlicher Unterstützung abseits dieser geschilderten
Unzumutbarkeiten auf die Idee gekommen, den einzigen
natürlichen landschaftlichen Freiraum aus der industriellen
Umklammerung dieser Region durch ein neues „Interkommunales Industriegebiet“ zu verschließen.
Statt vorrangig mit einem „Anwohnerschutzgutachten“ eine
„Ist-Analyse“ zu erstellen (die es natürlich nicht gibt), die die
augenblicklichen Beeinträchtigungen von Lebensqualität und
Lebensraum der Bewohner berücksichtigen müsste, wurden
Lärm-, Arten-, Wasser- und Bodenschutzgutachten erstellt.
Und zwar ohne dies etwa mit den Bürgern der betroffenen
Gemeinden zu kommunizieren.
Ein Dorf wie Üfingen, durch das sich (über Alvesse und
Vallstedt) schon jetzt täglich fast 7.000 (Verkehrszählung vom 11.12. auf den 12.12.2017) Fahrzeuge aus dem Peiner
Land zu den Arbeitsplätzen bei VW, der Salzgitter AG, MAN,
LHB und nach Braunschweig bewegen, würde kollabieren.
Das Überqueren der Straße, schon jetzt ein erhöhtes
Gefahrenpotential und Abenteuer besonders für Kinder und
ältere Mitbürger, würde nicht mehr möglich sein.
Fuß/Radfahrwege zwischen den Kanaldörfern
(650 Meter zwischen Sauingen und Bleckenstedt!) werden seit Jahrzehnten vermisst und verhindern gefahrlose soziale
Kontakte untereinander. Für Schüler, Konfirmanden (im
Pfarrverband der Kanaldörfer) und ältere Mitbürger war und ist das bis heute ein unmöglicher Zustand.
Um für uns und die Generationen unserer Kinder und
Enkelkinder auch noch einen Rest an lebenswertem Freiraum zu erhalten, ist der Schulterschluss aller Bewohner dieser Region notwendig. Daher bitten wir, zusammen mit der Bürgerinitiative Geitelde/Stiddien alle verantwortungsvoll denkenden Menschen, alle Vereine, Verbände und Institutionen in dieser Region, sich für die Verhinderung des geplanten Industriegebiets einzusetzen.
Wir wollen demokratisch versuchen, mit Gemeinsamkeit, Schulterschluss und Solidarität Einfluss auf die demokratischen Grundrechte zu nehmen - gegen politische Willkür.
  • Werden Sie Mitglied in unserer Bürgerinitiative oder...
  • Spenden Sie einen Betrag und unterstützen Sie damit unsere vielfältigen Bemühungen die Öffentlichkeit zu informieren.
  • Unterschreiben Sie unsere Petition gegen das Industriegebiet, wenn nette Mitbürger Sie an Ihrer Haustür oder an Infoständen in der Region um Ihre Unterschrift bitten, mit der Sie helfen, die Schöpfung zu bewahren.
Jetzt und für die Zukunft.
Danke für Ihr Verständnis
und Danke für Ihre Unterstützung.

 

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